Musikschule/Musiktherapie

Wie passen Instrumentalunterricht und Musiktherapie in einer privaten Musikschule zusammen? 

Sehr häufig erlebe ich, dass Kinder und Jugendliche innerhalb des Gruppen-und Instrumentalunterrichts nicht Gruppenkompatibel sind und eine besondere Form der Einzel-/Gruppenbegleitung benötigen. Diese Kinder und Jugendlichen zeigen z.B. auf der einen Seite große motorische Unruhe, auffallend große Störungen im Unterricht, starke Konzentrationsschwierigkeiten, soziale und emotionale Auffälligkeiten, Versagensängste … Jedoch zeigen besonders diese Kinder/Jugendlichen auf der anderen Seite sehr große Lust und Freude sich musikalisch auszudrücken. Im „normalen“ Musikschulunterricht würden sie jedoch nicht lange bestehen, sehr schnell an ihre Grenzen stoßen und die Musik im ungünstigen Fall verneinen. Hier setzt die  Musiktherapie an….(Siehe auch Musiktherapie)

Die Kinder und Jugendlichen erleben in der Musiktherapie eine neue Form gehört und gesehen zu werden. Sie erfahren in ihrem Tempo eine andere Art von Halt und Unterstützung ihrer ganz individuellen Bedürfnisse und Wünsche. Die Musikinstrumente sind hierbei ein willkommenes Medium des Ausdrucks. Jedoch besteht auch die Möglichkeit andere Hilfsmittel wie Ton, Papier,Bücher, Zeitung, Farbe,….mit einfließen zu lassen. Im eigen improvisierten Spiel oder der Gestaltung kann nicht gesagtes oder gehörtes zum Ausdruck gebracht werden, wo Worte allein nicht ausreichen. Mit der Zeit entsteht eine positive Wandlung. Die Kinder und Jugendlichen erleben einen Rückgang ihrer Symptome, emotionale, motorische und soziale Stabilität, neue Möglichkeiten der Konflikt- und Angstbewältigung, so dass schulisches und privates Lernen wieder lustvoller war genommen werden kann.